Eine Frau die Pflanzen jagte …

… und dabei von einer Klippe fiel, was sie nicht weiter aufhielt!

Die Rede ist von Ynes Enriquetta Julietta Mexía (1870-1938), die im zarten Alter von 51 Jahren für die Botanik entflammte. Als außerordentliche Studentin besuchte sie die Universität von Californien, Berkeley.
Mit 55 besann sie sich, wurde Pflanzenjägerin und ging auf die Pirsch.

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Quelle: Californische Akademie der Wissenschaft

Da sie einerseits hispanische Wurzen und andereseits bereits länger in Mexico gelebt hatte, fasste sie einen Plan. Sie schlug Alice Eastwood, Kuratorin der Botanik der californischen Akademie der Wissenschaften, vor, dass sie wenn sie mit Roxanna Ferris, Assistentin des Stanfords Herbarium, auf eine Wildsammlung nach Mexico fahre eine doppelte Sammlung anlegen könnte, eine für Stanford und eine für sie.

Obwohl sie auf der Expedition von einer Klippe fiel, sich mehrere Rippen brach und die Hand verletzte. Und auf dieser Enteckungsreise wurde auch die erste Pflanze gefunden, welche ihren namen trägt: Mimosa Mexiae.
Im Laufe dieser Reise sammelte sie über 500 bekannte und auch ‚unbekannte‘ Pflanzen.

In den folgenden 12 Jahren erforschte Mexía die Pflanzen Argentiniens, Chiles, des Mount McKinley, Brasilien, Ecuador, Perun und der Magellan Strasse und den Südwesten von Mexico. In sieben Expeditionen besuchte sie all diese Gegenden und entdeckte eine neue Gattung der Korbblütler (Compositae): Mexianthus und viele anderen neuen Spezies. Insgesamt sammelte sie über 150.000 Pflanzen!

Ihre Fahrten waren abenteurlich. Einmal fuhr sie mit dem Kanu und drei Begleiten auf dem Amazonas bis zu den Anden. Ein anderes Mal lebte sie drei Monate bei den Araguarunas, Ureinwohner des Amazonas. Dann kamen noch kleinere Erlebnisse wie Klippenfaller und dergleichen dazu.

In San Francisco war sie eine gern gehörte Vortragende. Sie verstand es ihr Erlebtes in farbigen Anekdoten zu verpacken und zeigte Bilder ihrer Fahrten. Sie schrieb regelmäßig Reisenotizen für ‚The Gull‘. Und es wurden auch zwei ihrer Reisebeschreibungen veröffentlicht: „Three Thousand Miles up the Amazon“ und „Camping on the Equator“.
Mit diesen Aktivitäten und dem Verkauf ihrer Pflanzen-Präperate verdiente sie sich das Geld für ihre Expeditionen.

Ynes-mexia-botanikerin

Quelle: Californische Akademie der Wissenschaft

Sie erkrankte 1938 in den Bergen von Oaxaca, was sie zwang nach Berkeley, Californien zurück zu kehren. Ihre Gesundheit besserte sich nicht. Ynes Mexía starb im July 1938.

Ein kurzer Lebenslauf über und ein schöne Hommage des Künstlers Rafael López an Sie.
Für alle die Geschichten gerne hören, eine Gitarren verspielte Hörgeschichte.

So nebenbei bemerkt:
Mit ihrem Erbe sponsorte sie Vernon Bailey, einen Naturforscher, welcher humane Lebend-Tierfallen entwickelte. So tat sie posthum Gutes!

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