Tomate – Frucht oder Gemüse?

Eine der berühmt berüchtigten Fragen – Frucht oder Gemüse:

Rein botanisch betrachtet ist die Tomate eindeutig eine Frucht. Denn die Wand des Fruchtknotes schließt die Samen ein. Ja, und diese fleischige Fruchtwand lassen wir uns schmecken. Übrigens essen Botaniker auch dann Früchte, wenn sie sich Gurken oder Kürbis schlemmen.

Die Wurzeln des Wortes Gemüse sind nicht vegetarisch. Es leitet sich vom Mittelhochdeutschen ‚muos‘ ab. Muos steht für eine breige Speise, diese kann mit Fisch, Fleisch und eben Gemüse zubereitet werden. Das war die gewöhnlichste Hauskost: Gemuse. Im Grunde bedeutet es, man kocht alles so lange bis es ein ‚prein‘ oder ‚gemües‘ wird.

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Pflanzenversuche

mit Humboltii

Ich weiß, es ist früh.
Aber ich möchte wissen, hält Humboltii, was man sich von Ihr erzählt.
Es wird geraunt, dass sie wild ist und widerstandsfähig.

Daher habe ich eine Humboltii erwählt. Ich ließ das Los entscheiden!
Und ich habe Sie ausgesetzt.

Man merkt, hier ist ein Wuchsspalier aus Haselnuss.
Humboltii kann aufsteigen.
Muss sich aber erst verwurzeln und hernach hocharbeiten.

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Der Umsatz …

der Tomatenpflänzchen

Wenn sie nun genug gewachsen sind, um sich mehr Erde unter den Wurzeln zu verdienen, dann heißt es umsetzen.

Dazu gehört ein wenig Vorbereitung.

  • Ein Lavour,
  • Erde zum Füllen eben dieses,
  • kleines Kisterl oder Schachterl mit alten Einkaufssackerl ausgelegt,
  • Trinkbecher – genug für ein Grillfest -,
  • Folienstift wasserfest,
  • ein kleiner Handbohrer und
  • die beiden eigenen Hände samt Daumen.

Umsetzen-Tomaten-Monika-Aschl-kraft-kraeuter     Umsetzen-Tomaten-Handbohrer-Monika-Aschl-kraft-kraeuter

Als Erstes werden die Becher in Pflanzbecher verwandelt. Dazu steckt man 7 Stück inneinander und beginnt vom Boden her zu bohren an. Diese meditative Handlung setzt man solange fort bis der Boden des 7. Bechers auch durchstoßen ist.
Pro Becher haben sich 3 Löcher im Boden bewährt.

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Und pro angesetzter Reihe von Jungpflanzen nimmt man die entsprechende Anzahl Becher und beschriftet sie. Es gehen ja meist nicht alle Samen auf, daher sind es häufig weniger als 7 Pflanzen. Die Becher beschriftet man gut sichtbar, je nach den eigenen Dioptrin. Meine sind schon relativ groß beschriftet.

Becher-Tomate-Roma-Monika-Aschl-kraft-kraeuter

Dann wird ein Häufchen Erde und nur ein kleines Häufchen Erde am Boden des Bechers eingebracht.
Die Erde sollte locker und wenn möglich nicht gedüngt sein. Also entweder Anzuchterde oder Erde, die letztes Jahr schon von Tomaten oder Gemüse ausgelaugt wurde. Da wir ja wollen, dass die kleinen Gas geben, sobald sie in ihren finalen Topf oder in das Beet kommen, sollten sie jetzt knapp gehalten werden. Das ist wichtig.
Und da wir gerade beim Gas geben sind. Ähnlich dem anderen, roten, schnittigen Artikel, den man mit Italien in Zusammenhang bringt, sollte sie tiefer gesetzt werden.
Tomaten, die man tiefer setzt, bilden an dem unter der Erde begrabenen Stämmchen Wurzeln. Und wer viel Wurzeln hat, der bringt es auch. Der kriegt eine kräftige Statur und die rötesten Tomaten am Patio.

Dann mittels eines Fingers, nicht des Mittleren, werden die Pflänzchen aus dem Gewächshäuschen herausgepopt.
Dazu sollte die Gewächs­häuschen­erde nicht zu feucht sein. Ist sie das, zerfällt alles und man veranstaltet ein Jungpflanzen-Massaker. Nicht günstig für den Tomaten­liebhaber, außer man möchte konkurrierenden Jungp­flanzen von vornhinein den Garaus machen.
Die kleinen Grünlinge am Boden des Bechers positionieren und mit zarter Hand Erde zu beiden Seiten hereinkrümmeln. Wenn Keimblätter begraben werden gut und wenn noch mehr vom Stämmchen noch besser.
Doch zuviel des Guten ist schädlich für die Pflanze, daher mindestens ein Blätterpaar aus dem Becher schauen lassen.

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Das Holzkisterl ist ein Glücksfall, denn wer genau schaut sieht. Es steht ‚GROW‘ drauf.

Und auch jetzt noch an das Streicheln oder Sturm simulieren denken! Und auch tun!
Der Tag des Umsetzens ist Stress genug für die Pflanzen, aber nachher kann es wieder weitergehen.

Warum ich zu Plastikbechern greife?
Sicher könnte man gesammelte Töpfchen nehmen, doch die sind auf die gleiche Tiefe um einiges breiter und verbrauchen daher mehr Platz und Erde.
Und das war auch schon die Erklärung.
PS: Die Wurzelbildung ist direkt proportional zur Erdtiefe.

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Humboldtii

die ‚Schattentomate‘

Sofern man einen Balkon hat, der sich wenig Sonne gönnt, kann man auf das wilde Tomaten-Kind zurückgreifen. Sie wird von einigen Urban Gardeners empfohlen, die durch Zufall zu dieser Erkenntnis kamen. Zu viele Jungpflanzen, zu wenig Platz in der Sonne, und daher in wenig Sonne gesetzt.

Dieses Jahr ist das erste Jahr, dass ich Humboldtii zu mir einlade. Derzeit läßt sie es sich am Fensterbrett gut gehen.

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